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Der ehemalige Salzburger Braugasthof

Bis ins Jahr 1377 lässt sich die bewegte Geschichte des ehemaligen „Höllbräus“ – und somit des heutigen Hotels Altstadt Radisson Blu – zurückverfolgen. Das Haus stellt eine der geschichtsträchtigsten gastlichen Stätten der Mozartstadt Salzburg dar. Schon früh unterhielten weltliche und geistliche Grundherrschaften Brauereien, den Untertanen waren Malz- und Hopfendienste vorgeschrieben. Als die Bierproduktion und der Konsum des Gerstensaftes im 15. Jahrhundert einen bedeutenden Umfang erreichten, entwickelte sich daraus ein einträgliches Gewerbe – immer jedoch unter Aufsicht der Salzburger Erzbischöfe, denn es herrschten strenger Zunftzwang und eine starke Reglementierung bis hin zur Heiratspolitik unter den „Kasten“ der Brauerfamilien. Vom Zunftsystem zeugen noch heute die zahlreichen Zunftschilder in der Salzburger Altstadt.

Über die Jahre änderte sich natürlich vieles, und so löste sich das Zunftsystem mit dem beginnenden 19. Jahrhundert allmählich auf. Liberale wirtschaftliche Maßnahmen unter der kurfürstlichen und bayerischen Herrschaft stellten an die Brauer neue Anforderungen, Bierpreise wurden erhöht und langsam erlebte die Mozartstadt auch einen stetig steigenden Fremdenverkehr. So entwickelten sich aus Gasthöfen die ersten Vorläufer der heutigen Hotelbetriebe. Nach und nach entstanden immer besser ausgestattete Häuser, die auch über Elektrizität und fließendes Wasser verfügten.

Zahlreiche Salzburger Bierbrauerfamilien prägten über Jahrzehnte das lokale Brauhandwerk, darunter die bekannten Familien Elixhauser, Brodmann, Schrems und Engländer. Sie alle frönten mit viel Ehrgeiz, Freude und Sorgfalt der hohen Braukunst.

Einst und Jetzt

Im Jahr 1990 wurde das Architektenbüro Erio K. Hofmann mit der Planung und Bauaufsicht für die Generalsanierung des „Höllbräu-Komplexes“ beauftragt. Mit viel Liebe zum Detail wurde das seit 1966 unter Denkmalschutz stehende Gebäude im Altstadtschutzgebiet revitalisiert, so dass sowohl die historisch wertvolle Substanz als auch die vielen denkmalpflegerischen Besonderheiten wie Fassaden, alte Holzböden oder Holztramdecken und die markanten Dachformen erhalten blieben. All diese Arbeiten standen unter ständiger Kontrolle des Bundesdenkmalamtes in Wien.

1992 wurde das Hotel unter Patronanz zahlreicher berühmter Staatsgäste offiziell eröffnet. Aufgrund des gediegenen Interieurs und der wertvollen Ausstattungsmerkmale handelte es sich 1992 um eine ganz besondere Eröffnungsfeier, nämlich jene des damals exklusivsten 5-Sterne-Hotels Österreichs.

2007 bis Heute

Neben der Betonung der geschichtlichen Besonderheiten und der ganz speziellen Einzigartigkeit des Hotels gelang es 2007 mit viel Sorgfalt und Genauigkeit, das Haus komplett zu renovieren. So findet der Gast von heute ein traditionsreiches Hotel vor, welches mit allen Annehmlichkeiten eines modernen 5-Sterne-Hauses ausgestattet ist. Kaum durch den Torbogen aus dem Jahr 1550 geschritten, bietet sich dem Gast ein komfortables, mit viel Esprit gestaltetes Gästezimmer mit Flatscreen-TV, WLAN, vergoldeten Armaturen und Untersbergmarmor in den Badezimmern. Weitere edle Ausstattungsmerkmale wie Antiquitäten, Ölgemälde, Perserteppiche oder Biedermeierspiegel runden das stimmige Erscheinungsbild des Hotels ab.