Geschichtsträchtig
Der uns schriftlich überlieferte Name des Anwesens ist „Pfaffenberg“. Er lässt sich aus dem Grundbesitz des Stiftes Bamberg belegen. Woher der jetzige Name „Lebenberg“ kommt, ist nicht wirklich nachweisbar, man vermutet jedoch, dass er seinen Ursprung im althochdeutschen Wort „Hlev“ („Hügel“) hat. Die ersten Adeligen waren das Geschlecht der Ochsenberger.
1531 wurde Lebenberg erstmals urkundlich erwähnt. 1548 entstand eine Karte, welche die Lebenburg auf einem Hügel darstellte.
1693 erwarb der Fürsterzbischof von Passau, Reichsgraf Johann P. von Lamberg, das Schloss Lebenberg und die beiden anderen Schlösser Münichau und Kapsbrunn. Die Familie Lamberg spielte in der Geschichte Kitzbühels eine große Rolle. Sie verwaltete von 1679 bis 1840 das Gericht Kitzbühel.
1885 wurde das Schloss Lebenberg wesentlich erweitert. Damals entstanden die beiden turmartigen Anbauten an den Schmalseiten des Schlosses sowie der runde Treppenturm. Nach der Umgestaltung wurde das Schloss Lebenberg eine der ersten Fremdenpensionen Kitzbühels.
Im Schlosstrakt befinden sich heute noch elf Schlossappartements, der Gobelinsaal und zu einem großen Teil die Restauranträumlichkeiten. Die alten Renaissancetüren mit den gravierten Türbeschlägen und Kassettenholzdecken sowie die dicken Mauern zeugen von der Handwerkskunst des Mittelalters.

