Schloß Schönbrunn | © Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. | Foto: A.E. Koller
Ausblick auf die Gloriette

 

Geschichte

An die 400 Personen wohnen aktuell in dem 90.000m² großen Prachtbau, entweder in luxuriösen Großraum- oder kleineren Wohnungen, die einst für die Angehörigen des Hofstaates und deren Dienstboten angelegt wurden – ganz unbemerkt von den unzähligen Touristen.

Eine Wohnung im Osttrakt von Schönbrunn wurde unter Beachtung des Denkmalschutzes behutsam umgebaut. Besonders Wert gelegt wurde dabei auf die Erhaltung des imperialen Flairs von Schloß Schönbrunn als UNESCO Weltkulturerbe, ohne auf moderne Elemente verzichten zu müssen. Der Gast soll bei seinem Aufenthalt das Gefühl haben, als wohne er im Schloss – möglichst originalgetreu und gleichzeitig mit einem hochwertigen Hotelstandard.

Zahlreiche Angehörige der kaiserlichen Familie lebten zu Zeiten der Monarchie im Schloss, darunter die berühmte Kaiserin Maria Theresia und die „Rote Erzherzogin“ Elisabeth Marie, einziges Kind des Kronprinzen Rudolf und Lieblingsenkelin des Kaisers Franz Joseph. Der Kaiser selbst wurde hier im Schloss geboren. Später residierte er mit seiner Gattin, Kaiserin Elisabeth – besser bekannt als Sisi – in Schönbrunn.

Die Gemächer der roten Erzherzogin

Dieses Appartement war wohl der Wohnort einer der außergewöhnlichsten Erzherzoginnen der Habsburgerfamilie, deren Lebenslauf sich wie ein spannendes Buch liest. Geboren als einzige Tochter des Kronprinzen Rudolf und der Prinzessin Stephanie von Belgien, wurde Erzherzogin Elisabeth Marie von Österreich mit Salutschüssen und Freudenparaden im Zentrum der Österreichisch-Ungarischen Monarchie begrüßt.

Ihr Großvater und Taufpate war niemand Geringerer als seine Majestät Kaiser Franz Joseph. Benannt wurde Erzsi (die ungarische Form von Elisabeth) nach ihrer wunderschönen, weltberühmten Großmama Sisi.