Angelika Mandler | © Angelika Mandler

„Ausg´steckt is!“ – Auf Heurigentour durch Wien

03.06.2022

©Österreich Werbung / Nina Baumgartner (thecreatingclick.com)

Der Wiener Heurigen ist eine Institution. Ob man ihn gediegen in Neustift, Sievering, Nussdorf oder Grinzing besucht oder urig in Ottakring und Hernals. Ob man den Weingenuss mit einem Spaziergang durch die Kellergasse von Stammersdorf verbindet und im Keller eine Kostpause einlegt. Oder ob man von Strebersdorf aus einen Hupfer zur Donau macht und rüber zu den Kahlenberger Rieden schaut. Man kann aber auch die Bim nach Mauer nehmen und „auf ein Achterl gehen“.

Im Stadtgebiet von Wien wird auf 700 Hektar Wein ausgebaut und damit sind wir weltweit die einzige Metropole, die innerhalb der Stadt respektable Mengen an Wein produziert. Den größten Anteil daran macht der Weißwein mit 80% aus. Wer sich vom Sightseeing und vom City-Trubel erholen will, der probiert einen der Weinwanderwege aus und beschließt den Tag mit einer deftigen Jause mit Weinbegleitung beim Heurigen. 

Schmausen beim Heurigen

Bei den meisten Heurigen wird der Wein zum Tisch serviert, für das Essen jedoch stellt man sich am Heurigenbuffet an. Dann steht man vor der Budel (Theke), gustiert, fragt und bestellt. Die Beute bringt man dann auf dem Tablett selbst zum Tisch und dann kann es auch schon losgehen: Prost Mahlzeit! In manchen Heurigen gibt es bereits Menükarten und die Spezialitäten werden wie im Restaurant serviert. Kann man so machen, ist aber bei den echten Wiener Heurigen eher unüblich. 

Kalte Platte mit Wurst- und Käseaufschnitt, Aufstrichen und Gemüse | © Angelika Mandler-Saul

Durchkosten ist angesagt

Was man unbedingt probieren sollte

Was man beim Heurigen gekostet und ausprobiert haben muss: Damit der gemütliche Abend noch lange in Erinnerung bleibt. Man will ja schließlich nichts versäumen.

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Was Gutes im Glaserl:  Der Wein.

Das Wichtigste beim Heurigen ist immer das, was man im Glasl hat. Das kann ein ehrlicher, süffiger Schankwein sein oder ein prämierter Bouteillenwein, ein frischer Apfelsaft und Most oder ein süßsaurer Sturm (Federweißer) im Herbst. Aber ein Hiesiger muss es sein.

Weißweinglas im Sonnenschein beim Weingut Wieninger am Nußberg | © Österreich Werbung / Nina Baumgartner (thecreatingclick.com)

Was man getrunken haben muss

Vom G´spritzten, Fluchtachterl und GV

Der Wein in Wien: Man bestellt ihn achterlweise zum Kosten, vierterlweise zum Aufspritzen oder am besten gleich für alle am Tisch: Ein Liter Offener oder ein Flascherl. Dazu Soda in der schönen alten Syphonflasche oder Mineralwasser. Aufg´spritzt werden nur die offene Weine – zur Erfrischung – niemals aber die Weine aus der Bouteille.

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Wo man einkehrt: Heurigen-Tipps

Die Wahl des Heurigens fällt in Wien wirklich schwer. Ein Weingarten mit Aussicht, ein historisches Gewölbe  oder im weinumrankten Innenhof? Jeder Wiener hat seinen Lieblingsheurigen und einen Geheimtipp, den er nur ungern verrät. Deshalb hier auch nur eine kleine, subjektive Auswahl. Übrigens: Dort, wo es Live-Musik gibt, sind wahrscheinlich auch viele Touristen(Busse) zu Gange. 

Wiener Weinberge mit Blick auf die Donau und die Stadt | © Österreich Werbung / Nina Baumgartner (thecreatingclick.com)

Von Stammersdorf nach Mauer und von Nussdorf über Grinzing nach Ottakring

Heurigen-Feeling in der Großstadt

Vom Cobenzl, vom Nussberg und Kahlenberg hat man die schönsten Ausblicke nach Wien. In Stammersdorf und Strebersdorf sitzt man fast direkt am Bisamberg und auch in Mauer im 23. Bezirk hat man die Weinidylle vor der Heurigentür. Eingesessene und vielbesuchte Heurigen findet man in Sievering, Grinzing und Nussdorf. Und in Ottakring sitzt man beim Trinken in der Stadt und doch auch fast am Land.

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Hotels: Hotel Bosei, Hotel Schloss Wilhelminenberg

Autor

Angelika Mandler-Saul

Angelika Mandler | © Angelika Mandler

Die Weinviertlerin Angelika Mandler-Saul ist Reisebloggerin und freie Autorin und schreibt seit 2013 auch auf ihrem Reiseblog www.wiederunterwegs.com über ihre Erlebnisse und Eindrücke beim Unterwegs Sein in aller Welt. Fokus: Natur & Kultur.  Immer öfter ist sie dabei in Begleitung ihres kohlrabenschwarzen Labradors Coffee, der ebenfalls für viele Geschichten gut ist. 
Besonders gerne ist Angelika aktiv in heimatlichen Gefilden in Österreich unterwegs und bringt dabei ihre Vorliebe für österreichische Geschichte und Literatur, das Reisen und das Schreiben unter einen Hut. Eben Reisen mit Kultur. 
 

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