Benimmregeln für Wien-Touristen
Wien zeigt sich Gästen als moderne, entspannte Stadt mit viel Kultur. Der Ruf der Wiener als „grantig“ hält sich dennoch – wobei die Grenzen zwischen Charme, Grant und Höflichkeit oft fließend sind. Um Unhöflichkeit zu vermeiden und etwas Wiener Charme zu erleben, helfen ein paar einfache Verhaltensregeln.
„Grüß Gott“ hat nichts mit Gläubigkeit zu tun
„Grüß Gott“ ist in Wien ein automatischer Gruß und kaum religiös gemeint. Besucher punkten damit mehr als mit einem „Tach“.
Im Kaffeehaus ist man besonders heikel
Ein „Kännchen Kaffee“ bestellt in Wien nur, wer keine Ahnung hat. Wichtig ist vor allem: Kaffee wird immer lang auf dem E betont – wie im französischen „Café“.
„Küss die Hand“
Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Dame in Wien noch so begrüßt wird, wird leider immer kleiner. Falls doch, keine Angst und nicht gleich errötend die Hand zurückziehen: Der Handrücken wird dabei nur andeutungsweise berührt.
Semmerl, Sackerl und Packerl
Die Verniedlichungen bedeuten keine Niedlichkeit, sondern sind normaler Sprachgebrauch – „Brötchen“ oder „Tüte“ klingen für Wiener schlicht falsch.
Unterwegs in Wien
Für Besucher ist Wien ein wunderbares Sammelsurium an erlebenswerten Aktivitäten. Ob zu Fuß, im Taxi oder in den „Öffis“, es wird dabei immer authente Begegnungen mit Einheimischen geben.
Ein Radweg ist ein Radweg ist ein Radweg
Wiens Radwege sind heiß umkämpft und für Radfahrer heilig. Vor allem in der Innenstadt gilt: Augen auf – sie sind schneller (und schimpfen schneller) als man denkt.
Zu viele Mozarts auf der Straße
Um den Stephansdom wimmelt es von bunten „Mozarts“, die nur Konzerttickets verkaufen. Besser: echte Kultur genießen!
Bauchtascherl
Außer beim Vienna City Marathon: Bauchtasche meiden – in Wien denkt man an Kontrolle in den Öffis.
Der böse Durst: Trinken ist gesund
Trinken ist wichtig, darüber ist man sich längst einig. Aber in der einzigen Weltstadt, in der großflächig hervorragender Wein angebaut wird, redet man halt nicht immer nur vom Hochquellwasser. Auch das Kaffeehaus wird gerne zelebriert.
Der „G´spritzte“…
„G’spritzter“ hat zwei Bedeutungen: kulinarisch die Wein-Wasser-Mischung, daneben abwertend „Blödmann“. Letzteres trifft auf jeden, der statt des G’spritzten seine Weißweinschorle wählt.
Im Kaffeehaus
Wiener Kaffeehäuser haben Tradition: Früher traf sich hier die intellektuelle Elite. Heute bleibt man länger sitzen – das Kaffeehaus selbst ist schon ein „Point of Interest“.
Das Leitungswasser aus den Wiener Alpen
In Wien trinkt man das Alpenwasser gern – besser selbst abfüllen, statt teure Plastikflaschen zu kaufen.