Ausstellungen zu Ehren der Wiener Moderne

Mit teils noch nie ausgestellten Einzelstücken

Die bedeutendsten Wiener Museen widmen anlässlich des Jubiläumsjahres 2018 den Künstlern der Wiener Moderne zahlreiche (Sonder-)Ausstellungen. Die Ausstellungsstücke sind meist aus dem Bestand des jeweiligen Museums selbst oder kostbare internationale Leihgaben. Im Mittelpunkt stehen im 1. Halbjahr Leben und Werk von Gustav Klimt, Egon Schiele, Otto Wagner und Koloman Moser.

Wien

©Viennissima
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    Leopold Museum: Egon Schiele (bis 4.November 2018)

    Besonders beeindruckend für alle Schiele-Fans ist die neu kuratierte Sonderausstellung der weltweit größten Schiele Sammlung im Leopold Museum zu Ehren Österreichs herausragendstem Expressionisten. Im Zentrum der Ausstellung dieses „enfant terrible“ stehen sein ambivalentes Verhältnis zur Mutter, seine obsessive Verbindung zu Buben und Mädchen sowie Sexualität, Erotik und Sinnlichkeit in seinen Akten. Für mich besonders tragisch und berührend: Schieles Plakat zur 49. Ausstellung der Wiener Secession. Heute als Art „letztes Abendmahl“ bekannt. Zu sehen ist Egon Schiele mit Freunden beim Abendessen, unter anderem mit Otto Wagner. Der für Klimt vorgesehene Stuhl blieb leer, da Gustav Klimt im Winter zuvor verstorben war. Kurz darauf stirbt auch Egon Schiele überraschend an den Folgen der Spanischen Grippe.

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  2. 2

    Wien Museum: Otto Wagner (bis 7. Oktober 2018)

    Obwohl der ursprüngliche Entwurf Otto Wagners zum sogenannten Wiener Stadtmuseum unrealisiert blieb, zeigt das heutige Wien Museum eine große Retrospektive zu Ehren dieses Ausnahmearchitekten. Er setzte mit seiner neuen Baukunst, basierend auf Funktion, Konstruktion und Materialien des modernen Lebens, einen Meilenstein auf dem Weg vom Historismus zur Moderne. Highlights sind nicht nur die berühmte Postsparkasse, die Otto Wagner Kirche am Steinhof und die Pavillons der Stadtbahn, sondern auch die nicht realisierten Entwürfe für den Wiener Kaiserhof, welche mich persönlich am meisten beeindruckt haben. Noch heute prägen Wagners Prachtbauten und U-Bahnpavillons das Wiener Stadtbild.

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  3. 3

    Hofmobiliendepot: Wagner, Hoffmann, Loos (bis 7. Oktober 2018)

    Perfekt für alle Fans der Wiener Werkstätte! Im Wiener Möbelmuseum werde die unterschiedlichen Positionen zum Wohnen und Einrichten der damaligen Zeit beleuchtet - und zwar von einzigartigen Innenarchitekten und Möbeldesignern. Gezeigt werde Möbel aus privaten Villen und Wohnungen (darunter Otto Wagners eigene Wohnung), sowie bekannten Geschäftslokalen (wie die Einrichtung der K&K Hof- und Staatsdruckerei). Besonderes Highlight ist das Speisezimmer der renommierten Wiener Journalistin Bertha Zuckerkandl. Hier könnt ihr nicht nur Privatstücke, sondern ganze Inneneinrichtungen damaliger Unternehmen sehen!

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    Leopold Museum: Wien um 1900 (bis 10. Juni 2018)

    Hier findet ihr ganz besondere Möbelstücke und Gegenstände des täglichen Lebens im Zeichen der Wiener Werkstätte. Der Maler, Grafiker und Designer Koloman Moser war einer der bedeutendsten Künstler des Wiener Jugendstils um 1900. Die Ausstellung gibt aus meiner Sicht einen interessanten Überblick über sein umfassendes Gesamtwerk. So schuf Kolo Moser ganze Wohnungseinrichtungen von Möbeln über Tapeten bis hin zu Ziergegenständen und Tafelgeschirr. Mein Lieblingsdesign: Mosers Entwurf zum Engelsfenster für die spätere Otto Wagner Kirche am Steinhof.

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