Vom Narrenturm ins Kriminal

Vom Foltern und Narrischsein

Mit Gänsehaut, leichter bis ordentlicher Übelkeit und anschließenden unruhigen Träumen muss hier gerechnet werden, wenn man sich durch den Narrenturm führen lässt oder im Foltermuseum mit der Nase drauf gestoßen wird, wie grausam Menschen sein können. Aber wo, wenn nicht in Wien kann es solche Museen mit morbidem Hintergrund geben? Nocheinmal: Ja, „der Tod muss ein Wiener sein“…

Wien

© Angelika Mandler-Saul
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    Der Narrenturm macht Übelle

    Definitiv nichts für schwache Nerven: Man wird von angehenden Ärzt:innen in weißen Mänteln durch das Gebäude geführt, das zum Naturhistorischen Museum gehört. Was man hier an Präparaten, Methoden und körperlichen Überresten zu Gesicht bekommt, ist höchst gewöhnungsbedürftig und dennoch gehört es zu unserer (medizinhistorischen) Geschichte in Wien. Wer wieder draußen ist, ist froh, nicht zu den einstigen „Narren“ gehört zu haben und in Zeiten mit modernen Behandlungsmethoden leben zu dürfen.

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    Das Bestattungsmuseum kann Marketing

    Der Wiener Zentralfriedhof leistet sich ein eigenes Bestattungsmuseum, das in regelmäßigen Abständen auf den Sozialen Medien Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen versteht: Mit flapsigen Sprüchen, die die morbide Seite der Wiener:innen so richtig zu präsentieren verstehen. Ein kleiner Sensenmann als Mitbringsel oder ein Mund-Nasenschutz mit „Corona leugnen sichert Arbeitsplätze“ sind die aktuellen Renner. Weitere Kostproben: T-Shirts mit Aufdrucken wie „Ich turne bis zur Urne“ oder „Ich lese, bis ich verwese“.  

    ©BFWien
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    Das Foltermuseum

    „Dokumente menschlicher Grausamkeit“; die bekommt man im Wiener Foltermuseum zu Gesicht – wenn man das will. Alles historisch belegt, leider. Dass das Museum am Fritz-Grünbaum-Platz steht, dessen Namensgeber – einer der berühmtesten österreichischen Librettisten – von den Nazis vertrieben und getötet wurde, ist ein schaler Nebengeschmack wie ich persönlich meine. 

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    Das Kriminalmuseum

    Eines der ältesten Häuser der Leopoldstadt, das „Seifensiederhaus“ ist die schöne Location für das Kriminalmuseum. Dienstmädchenmörder und Anarchistenhorror, Anschläge auf den Kaiser oder Giftmischer-Geschichten – die bösen Stories und Exponate reichen bis ins Mittelalter zurück. Das schön renovierte Haus punktet im Innenhof mit seinen tollen umlaufenden Pawlatschengängen, wie man es aus der Zeit von Nestroy und Mozart in Wien kennt.

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Staunen und Schmunzeln

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„Ja, das sind halt – Wiener G´schichten“

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